Über Alpakas

       ALPAKAS ?
Viele Fragen...
...ein paar Antworten:

Ein Alpaka - Was ist das? 

Alpakas sehen fast aus wie Schafe mit langem Hals – das höre ich manchmal.
Tatsächlich aber gehören sie zur Familie der Kamele...
Und zwar zu den Neuweltkameliden – genauso wie Lamas auch.
(Altweltkameliden sind im Gegensatz dazu die Dromedare und Trampeltiere.)
Sie gehören zu den ältesten Haustieren.
Alpakas sind kleiner als Lamas, haben dichteres Vlies und speerförmige Ohren.

Gibt es verschiedene Rassen?

Ja, es gibt Huacayas, und es gibt Suris.
Vom Körperbau und Charakter sind sie gleich. Aber Huacayas  haben  ein dichtes, flauschiges, vom Körper abstehendes Vlies, Suris dagegen glänzende, hängende Locken.
Suris sind wesentlich seltener zu finden, Huacayas somit weitaus bekannter.
Unsere Tiere sind Huacayas.

Wo kommen sie her?


Alpakas haben ihre ursprüngliche Heimat in Südamerika, in den Hochebenen der Anden (Peru, Bolivien, Chile, Argentinien), wo sie schon ewig als Woll- und Fleischlieferant gehalten werden.
Die dort ebenfalls lebenden Wildformen der Alpakas sind die Vikunjas, die der Lamas heißen Guanakos.

Was mögen sie, was  nicht?

Alpakas sind Distanztiere. Sie mögen es eigentlich nicht, angefasst zu werden, lassen es aber in bestimmten Situationen zu, wenn sie Vertrauen gefasst haben und es gewohnt sind.
Selbst untereinander berühren sie sich selten.

Alpakas können ganzjährig draußen leben. Zum Schutz vor extremen Witterungseinflüssen müssen sie aber einen Unterstand und/oder Stall haben, damit sie sich wohl fühlen.

Alpakas sind Herdentiere. Sie fühlen sich unwohl, wenn sie alleine sind.


Was fressen sie?

Eigentlich brauchen sie nur Gras, Heu und frisches Wasser. Da unser Boden hier aber sehr mineralstoffarm ist (im Gegensatz zu dem in den Anden), sollte man Mineralien zufüttern.
Als Leckerlies bieten sich zum Beispiel Zweige mit Blättern von Obstbäumen oder Haselnusssträuchern an. Auch gibt es spezielle Pellets extra für Alpakas.
Möhren und Äpfel werden zwar gefressen, sollten aber die Ausnahme bleiben oder ganz vom Speiseplan gestrichen werden.
Ihre Schwachstelle ist der Magen-Darm-Trakt – bei falschem Futter bilden sich schnell Magengeschwüre, es kann zu Koliken oder gar zum Tod führen.
Achtung vor giftigen Pflanzen, die leider öfter am Wegesrand, im Garten oder in der Nähe der Weide wachsen können!
Generell gilt:
eiweißarmes und rohfaserreiches Futter!

Warum hält man
Alpakas?

In ihrem Heimatland dienen Alpakas  als Woll- und Fleischlieferanten.
Hier, in Europa, werden sie nicht gegessen, soweit ich weiß.
Auf den großen Farmen werden sie hochwertig gezüchtet, um bestmögliche Vlies-, Körperbau- und Charaktereigenschaften zu erzielen.

In erster Linie werden sie für die wertvolle Vliesgewinnung gehalten.

Immer häufiger werden Alpakas als Hobbytiere gehalten, die den Rasen mähen ohne die Grasnarbe zu zerstören oder einfach nur, weil sie so liebenswert und schön sind!
Man kann mit ihnen kleine Wanderungen unternehmen.

Oft werden sie auch in der tiergestützten Therapie eingesetzt, z.B. bei Menschen mit Behinderungen und ADHS-Kindern.

Welche Produkte schenken Sie uns?


Die Wolle - oder korrekter das Vlies - ist  fein, kuschelig und mit Crimp (kleinen Wellen).
Sie ist sehr wertvoll (fast wie Kaschmir oder Seide), wärmt 5x mehr als Schafwolle, enthält kein Wollfett undwirkt thermoregulierend.

Das Vlies gibt es in über 20 Farben (von weiß über beige, hell- bis dunkelbraun, grau bis tiefschwarz) – einfarbig oder gescheckt - und von unterschiedlicher Qualität.

Ihr pelletförmiger Dung – unter den Alpakahaltern auch liebevoll „Green beans“ oder „Alpaka-Gold“ genannt – ist ein wertvoller, fast geruchsloser Dünger für Blumen, Gemüse und Sträucher (vergleichbar mit Guano-Dünger). Er kann frisch oder getrocknet genutzt werden.



Spucken die???

In der Tat – sie spucken! Und wenn, dann riecht das nicht wirklich gut...!!
Aber in der Regel tun sie dieses nur untereinander – bei Futterneid, bei Rangordnungsproblemen, wenn sie sich zu nahe kommen oder einfach um zu sagen „Jetzt reicht´s“!
Man sollte nur nicht zufällig in der Schusslinie stehen...
Solange sie nicht fehlgeprägt oder falsch gehalten werden, spucken sie uns Menschen nicht an.
Jedenfalls nicht unsere Alpakas!! :)

Was macht ein Alpaka aus?
Alpakas sind edle und friedfertige Tiere, die zudem unkompliziert in der Haltung, sehr robust und wetterfest sind.

Jedes einzelne hat seinen eigenen Charakter, und jedes sieht anders aus.
Ihr wertvolles Vlies ist megaweich und sehr vielfältig.

Sie sind neugierig, aber es sind auch Fluchttiere.

Sie lernen schnell. Von ihrer ruhigen und gelassenen Art lassen wir uns gerne anstecken, so dass wir in ihrer Gegenwart vom Alltag entspannen und entschleunigen können.
Ihre großen Kulleraugen und ihr weiches Vlies sind immer wieder faszinierend.

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